| Hannover 96 |
Saison 2008/09,
3.Spieltag
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VfB Stuttgart - Hannover 96 2:0 (2:0)
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VfB Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci,
Delpierre, Boka - Pardo - Lanig, Hitzlsperger - Bastürk - Marica, Gomez / Trainer:
Veh
Hannover 96: Enke - Cherundolo,
Eggimann, Vinicius, C. Schulz - B. Schulz, Lala - Rosenthal, Bruggink, Schlaudraff
- Forssell / Trainer: Hecking
Eingewechselt:
46. Khedira für Marica, 60. Boulahrouz für Boka, 64. Magnin für Osorio - 56.
Stajner für Bruggink, 62. Yankov für Lala, 68. Hanke für SchlaudraffTore:
1:0 Gomez (18., Linksschuss), 2:0 Pardo (40., Foulelfmeter, Rechtsschuss, C.
Schulz an Lanig) - Schiedsrichter: Wagner (Kriftel) - Zuschauer:
41 000 in der Mercedes-Benz-Arena - Gelbe Karten: Khedira - Yankov
Hannover rutscht ans Tabellenende
Gomez löst den Knoten
Hannover blieb auch im dritten Spiel ohne Tor und rutschte
damit auf den letzten Tabellenplatz ab. Nach gutem Beginn der Hecking-Elf fand
Stuttgart mit dem ersten Tor die Sicherheit und vergab in der Folge viele gute Möglichkeiten,
so dass die Schwaben am Ende einen verdienten Sieg feiern durften.
Armin Veh vertraute der gleichen Formation, die schon beim
4:1-Sieg in Györ auf dem Feld stand. Dagegen baute sein Kollege Dieter Hecking
kräftig um. Im Vergleich zum 0:0 gegen Cottbus gab es fünf Veränderungen.
Ismael (Formtief), Huszti (aus dem Kader gestrichen), Balitsch (angeschlagen),
Pinto und Hanke fanden keinen Platz in der Anfangsformation, dagegen entschied
sich der Coach für Cherundolo, Eggimann, Rosenthal, Bastian Schulz und Forssell.
In den ersten Minuten passierte herzlich wenig in der
Mercedes-Benz-Arena. Aber als Hannover das Tempo anzog, wackelte die Defensive
der Schwaben sofort. Zunächst scheiterte Rosenthal an Keeper Lehmann (9.).
Wenig später schickte Schlaudraff Forssell steil, dessen Schuss aus 17 Metern
nur knapp am Pfosten vorbei ging (12.). Stuttgart fand bis dahin überhaupt
nicht in die Partie, vor allem das Spiel nach vorne funktionierte zunächst überhaupt
nicht und die Hecking-Elf war bestimmend. Durch zwei Standardsituationen
meldeten sich die Hausherren im Spiel zurück. Nach einem Freistoß von Pardo
stolperte Gomez einen Meter vor dem Tor über den Ball, bekam ihn aber nicht über
die Linie, schließlich klärte Eggimann zur Ecke. Und wieder brachte Pardo die
Kugel vors Tor. Lanig versuchte zu köpfen, Enke versuchte zu klären und der
Ball landete bei Gomez. Aus acht Metern ließ er dem Keeper mit seinem strammen
Schuss keine Abwehrmöglichkeit mehr (18.). Während die Niedersachsen in der
Folge das Spiel aus der Hand gaben, wurde der VfB in der Offensive gefährlicher.
Aber Stockfehler im Spielaufbau gaben der Hecking-Elf immer wieder Möglichkeiten.
Doch Bastian Schulz schloss nach einem Ballverlust von Osorio zu überhastet ab
und brachte den mitgelaufenen Schlaudraff nicht ins Spiel (27.). Auf der anderen
Seite waren die VfB-Stürmer hellwach, aber sowohl Gomez als auch Marica
vergaben im Minutentakt (28., 29.). Besser machte es Pardo aus elf Metern, als
er einen Foulelfmeter sicher verwandelte. Lanig war von Christian Schulz zuvor
zu Fall gebracht worden (40.).
Veh musste zur Pause wechseln, weil Marica angeschlagen war.
Khedira kam für den Stürmer in die Partie. Und wieder gehörte die erste
Aktion den Gästen, aber zu halbherzig schloss Cherundolo ab, so dass Lehmann
kein Problem hatte zu klären. Auf der anderen Seite passte Hitzlsperger für
Gomez in die Gasse - Enke war zur Stelle (49.). Nach einem Fehlpass von Vinicius
eine ähnliche Situation. Pardo steckte für Gomez durch und wieder entschied
der Nationalkeeper das Duell für sich. Während die Stuttgarter befreit
aufspielten, war bei den Niedersachsen der Wurm drin. Sie kamen kaum in die Nähe
des gegnerischen Tores. Die einzige Möglichkeit hatte Cherundolo in der 63.
Minute mit einem Schuss aus acht Metern, der sein Ziel weit verfehlte. Und lange
musste sich Hanke gedulden, ehe er für Schlaudraff in die Partie kam (68.),
hatte dann sofort die beste Chance. Nach einer Ecke von Stajner köpfte er an
die Latte, Lehmann war bereits geschlagen (72.). Aber die Abwehr der Veh-Elf
stand jetzt sicherer als noch vor dem Wechsel und Hannover gelang es in der
Schlussphase nicht mehr genug Druck aufzubauen, um ein Tor zu erzwingen. Der VfB
nahm jetzt deutlich Tempo raus und brachte die Führung letztlich sicher über
die Zeit. Während Stuttgart Anschluss in der Liga halten kann, verliert
Hannover mit einem Punkt und null Toren allmählich an Boden.
Für die Nationalspieler steht am kommenden Wochenende die WM-Qualifikation
an. Nach der Länderspielpause geht es für den VfB gegen die neue Konkurrenz
aus Hoffenheim und Hannover empfängt Gladbach.
Die Trainerstimmen:
Trainer Armin Veh (VfB Stuttgart): "Hannover hat sehr gut
angefangen, und wir haben keine Mittel gefunden, um nach vorne zu spielen. Erst
später sind wir besser ins Spiel gekommen. Es war wichtig, dass wir das 1:0
machen und dann auch noch vor der Halbzeit auf 2:0 erhöhen. In der zweiten
Halbzeit hätten wir das 3:0 und 4:0 machen müssen. Meine Mannschaft hat heute
den Willen gezeigt, den sie gegen Leverkusen vermissen ließ."
Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): "Mit einem Punkt aus drei
Spielen sind wir nicht zufrieden. Es hätten mehr sein können. Aber heute war
es auch nicht so, dass man sagen könnte, es bestand ein himmelweiter
Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Wir hatten zwei schwere Auswärtsspiele
in Schalke und Stuttgart, da kann man nicht davon ausgehen, dass 96 da etwas
holt. Natürlich formuliert man seine Ziele, aber das muss sich alles
finden."
(Quelle: kicker
sportmagazin, 01.09.08)
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